Generalüberholung

So, meine lieben Mitreisenden, ich komm gleich zur Sache: muss hier dringend mal umbauen. Weiß noch nicht wie, aber es muss. Weil ich  keine Lust verspüre, jetzt noch zig Wochen vor mich hin zu brüten und solange alles weiterlaufen zu lassen, um am Ende womöglich nichts zu ändern, weil es wieder zur Gewohnheit wurde, schalte ich am kommenden Sonntag einen Wartungs-Modus ein und pfusche überarbeite dann eine Weile schön gemütlich im Hintergrund.

Die bisherigen Inhalte bleiben erhalten, es wird auch weiterhin gemalt und geknippst, getippt und gebastelt. Aber anders strukturiert und eine Aktualisierung wird es nur noch einmal im Monat geben.

Hab mich dauernd getrieben gefühlt, in relativ kurzen Abständen etwas zu posten. Also nahm ich mir meistens zuwenig Zeit, die Dinge so zu machen, wie ich es vielleicht könnte. Dann war ich zwar nicht wirklich zufrieden aber hab trotzdem gleich nach dem nächsten Ausschau gehalten. Keine Ahnung, ob man die Anspannung und Unsicherheit gespürt hat; ich vermute es, auch wegen der so geringen Resonanz all die Jahre. Fakt ist, ich hab mich verrückt machen lassen, über lange Distanzen hinweg war nur noch der Output wichtig. Soviel Sachen wie möglich rausbringen, produktiv sein, Wachstum, und so, Sie kennen das.

Tatsächlich ist mir erst mit der ungeheuren Fotoflut auf Teneriffa bewusst geworden, dass ich mich nur noch über die Anzahl der Werke definierte, nicht mehr über das Werk ansich. Die in der Gesellschaft allgegenwärtige Produktivitätssteigerung, die ständige Forderung nach unbegrenztem materiellem Wachstum, hatte mich eiskalt erwischt. Von wegen, man sitzt schön in seinem Elfenbeinturm und kriegt eh nix mehr mit. HA! Wenn man nur ein Mü empathisch ist, zieht es einen erneut in den Strudel hinein, und verdammt nochmal, es ist unglaublich schwer, das erstens zu kapieren und zweitens zu ändern.

Schlußendlich wird man aber eines Morgens wach und denkt: “Boah, mach was…”

Gut. Lange Rede, kurzer Sinn, bringen wir das Schiff mal in die Werft und lassen uns überraschen, was dabei rauskommt.

Bleib mir gewogen und hab eine schöne Zeit!

Herzlichst,
Blue

Unwirkliches

So, einen hau ich noch raus, dann ist Schluss mit Inselgedöns. Nicht, dass Sie noch vor Langeweile vom Stuhl fallen. Teneriffa ist etwas besonderes und das liegt nicht nur an den verschiedenen Wetterzonen oder am Vulkan. Der ist eigentlich ein eher hässlicher Berg, mit einem lächerlich kleinen Krater. Leider hab ich es auch diesmal nicht bis ganz nach oben geschafft, dafür braucht man entweder eine Genehmigung oder muss den Aufstieg bis neun Uhr morgens geschafft haben. Dafür sollte man sich dann aber richtig akklimatisieren, ich hatte schon auf 2000m mit Kopfschmerzen zu tun. War mir zwar egal aber gesund ist das ja nu nich…

Das Orotava Tal. Die Steigung sieht ja eigentlich verhältnismäßig sanft aus; täuschen Sie sich nicht. Da gibt es Straßen, die gibt es nicht, 70% Steigung und 40cm breit oder irgendsowas, ich weiß es nicht, jedenfalls sollte man robuste Nerven haben und keine Angst vor akrobatischen Lenkeinlagen. Ich hab mal im Motorradrennen einen dritten Platz gemacht aber auf dieser Insel zu fahren, getraute ich mich schon wieder nicht. Dabei war unser Leihauto eh schon ramponiert, als wir es entgegen nahmen. Kratzer auf der Beifahrerseite hinten und die Verkleidung vom Außenspiegel der Fahrerseite gebrochen, da hatte wohl jemand vorher Bekanntschaft mit der Felswand und einem anderen Fahrzeug gemacht…

Blick aus 2400m Höhe rüber nach Gran Canaria. Auf einer der vielen Seiten, die ich im Zuge der Recherche besuchte, stand tatsächlich, man befände sich im Hochgebirge. Ich konnte das gar nicht richtig fassen. Man stellt sich sonst immer Steigeisen und Eisäxte vor, wenn man Hochgebirge liest, auf dem Teide ist allerdings manch einer mit Flip-Flops rumgelaufen. Ehrlich, diese Menschen sterben wohl nie aus… 😀

Mini Autos im Nationalpark El Teide. Wir stehen an der Teidebasis, von wo aus die Seilbahn startet. Alles, von Menschen gebaute sieht aus, wie Spielzeug, sogar das Observatorio del Teide.

Viel näher kam man am Abend leider nicht dran. Aber man kann dort geführte Touren mitmachen, sogar in Deutsch. Beim nächsten mal wird also weniger Auto gefahren sondern mehr irgendwo rein gegangen oder rauf geklettert. ^^

Danke, dass Sie mit Blue-Travel gereist sind, ich wünsche Ihnen einen guten und sicheren Heimweg. 😉