Vom Frau sein

Gestern war Weltfrauentag und ich kann nicht in Worte fassen, wie furchtbar ich es finde, dass es diesen überhaupt geben muss. Wollte auch eigentlich gar nichs dazu schreiben, aber dann las ich, was andere Frauen schrieben und sah am Abend diesen Film in der ARD Mediathek, “Keiner schiebt uns weg”, er spielt in 1979 und dreht sich darum, dass Frauen für dieselbe Arbeit weniger Geld bekommen.

Der letzte Satz lautete: Heute verdient eine Frau im Schnitt 21% weniger als der Mann”; er stammt zwar aus 2018 aber was 40 Jahre nicht geklappt hat, nämlich Frauen gerecht zu entlohnen, werden die letzten drei Jahre wohl auch nicht geändert haben. – Für´s Protokoll: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend schreibt, es sind heute 19% Unterschied im Gefüge.

What the *piep*? Wollt Ihr uns ver*piiiep*?

Dabei kann ich persönlich mich gar nicht beschweren, denn ich hab Glück gehabt, sowohl mit der Bezahlung meiner diversen Jobs, als auch mit dem Umstand, dass ich alle 17 verschiedenen Arbeiten überhaupt machen konnte. Ich weiß nicht, ob es noch andere Länder gibt, in denen eine Frau sich derart breit gestreut ausprobieren kann. Gleichwohl gab es oft Spott und Häme, dumme sexistische Anmache; you name it.

Hab mich oft gefragt, warum das nicht einfach so geht, ohne dieses lästige und für manche Frauen tatsächlich unerträgliche “Beiwerk”; es schien nur darum zu gehen, dass man mir a) die Welt erklären müsse, b) ich mich ständig mit der Frage konfrontiert sah, ob ich “das denn überhaupt schaffen könne” und c) wer mir nun wieder auf die Beine/sonstwohin starrt.

Diese ganze Verkrampfung immer, die kann doch unmöglich gesund sein.

Ganz ehrlich, macht Euch mal locker, Ihr Männer; wir Frauen wollen Euch nichts wegnehmen, schon gar nicht die Männlichkeit. Ihr allerdings habt eine so unglaublich vielfältige Welt geschaffen, dass Ihr Euch doch nicht wundern könnt, wenn Frauen da genauso dran teilhaben und sie noch mehr bereichern wollen. Menschenskinder, diese Möglichkeiten, die es heutzutage gibt, und überhaupt, ohne die Rechenkünste von diversen Mathematikerinnen würdet Ihr immer noch an der richtigen Flugbahn zum Mond knobeln. ^^

Naja. Irgendwann wurde es ruhiger in meinem Leben, Wissen macht stark und dem kann man nicht viel entgegensetzen; das muss man(n) irgendwann respektieren. Also werde ich neuerdings sogar manchmal um Rat gefragt. Eigentlich könnte ich mich zurücklehnen; Mission accomplished, zumindest für mich. Nicht aber für Millionen von Frauen überall auf dem Planeten.

Es kann dieser Welt nur gut gehen, wenn es auch den Frauen gut geht. Und ich denke, dass man das jeden Tag sagen und danach handeln müsste. Nur zusammen ergeben wir Sinn, siehe meine kleine Skizze oben, die demnächst ein wunderschönes Ölbild sein wird. Für uns.

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