Ausgeflogen

Gestern hatten sie noch Flausen im am Kopf und heute sind sie ausgeflogen.

Am späten Nachmittag drehte die Vogelmama plötzlich völlig durch. Wie der Blitz rannte ich raus, böses ahnend. Aber die Vögelchen befanden sich alle in luftiger Höhe, probten die ersten Abstecher zum Nachbarhaus oder waren verteilt auf diverse Dachbalken und Lampen.

Man sieht schon am Blick, dass es nun kein halten mehr gibt. – Zumindest für drei der Racker. Das vierte war zu ängstlich und hat sich nicht von seiner Position weggetraut.

Dass die Katzen mit rumspringerei und Maunzen und hektischem hin und her laufen daran Anteil hatten, streite ich vor Gericht rundweg ab. Dennoch lockte ich sie mit lecker Futter ins Haus und ließ sie erst wieder raus, als auch das letzte Kükchen seinen Weg genommen hatte.

Die Hoheiten waren darüber nicht wirklich amused. Ich muss das dann auch immer verrammeln, wie Fort Knox, die Katzenklappe lässt sich nicht verriegeln und wenn das Hindernis nicht groß oder schwer genug ist, naja, dann kann man die Flucht aus Alcatraz nachdrehen… ^^

Hier noch das letzte Vögelchen, obwohl das Foto eigentlich nich so dolle ausschaut; war schon am dämmern und so nah rangezoomt wird das dann nix mehr. Egal. Wie stolz es ist, dass es sich doch noch getraut hat.

Dieser Tage werde ich mir mal eine Leiter schnappen und ins Nest reinschauen. Womöglich erhasche ich ja einen Blick auf die Hummeln und wenn nicht, kann ich wenigstens mal was aufräumen, das überhängende Zeug abnehmen und sowas; vielleicht kommen nächstes Jahr wieder Vögel hierher. 🙂

Chefracker und Pinselkäfer (und Politik)

Lagsam sehen sie aus, wie Vögel. Auch flattern die Racker mittlerweile recht ausgiebig mit den Flügeln, klettern übereinander und trainieren ihre Stimmen. Vorläufig hören sie sich an, wie rostige Reibeisen. Einer übt schon den für sie typischen “Schnarr-laut”, weiß nicht, wie ich das erklären soll. Hörprobe. Unter der Rubrik “ruf” kann man sich noch anhören, mit welchen Lauten ich hier zurzeit von Morgens bis Abends malträtiert beschallt werde. ^^

Und dann noch einen Käfer, den ich noch nie gesehen habe. Pinselkäfer heißt er. Da schwärmen Leute immer von exotischer Tierwelt in den Tropen und wo sonst noch und dabei haben wir die unfassbarsten Viecher direkt vor der Haustüre!


Apropro exotisch: es gehört eigentlich nicht hier hin und ich hätte auch nie gedacht, dass ich so etwas überhaupt mal öffentlich äußern würde. Aber neulich meinte jemand, er würde überlegen, ob er im Zuge der Europawahl am Sonntag aus lauter Protest die Afd wählen wollte.

Ich hoffe, Ihr geht a) zur Wahl und wählt b) alles außer AfD. Bitte macht, dass die sich wieder in das Loch zurückziehen müssen, aus dem sie kamen. Wir haben keine Zeit für diese rechte Idee, eigentlich auch nicht mehr für eine linke Idee; extreme Ansichten sind immer, aber im Moment besonders, das pure Gift für uns. Wir sollten alle zusammen in die Mitte rücken, die Erhaltung des Planeten muss zur obersten Priorität werden. Ok, damit haben die anderen Parteien auch so ihre Probleme, doch immerhin ersparen wir uns ohne AfD  die Auseinandersetzung mit stumpfen Hassgedanken. Wir brauchen sowas wie Einigkeit zwischen den Menschen, ansonsten wird das knapp, mit der Rettung der Erde.

Wenn Ihr den herrschenden Parteien also Euren Protest zeigen wollt, wählt einen Exoten; wählt die Tierschutzpartei, die Violetten, die Partei, die freien Wähler, von mir aus auch die Piraten; alles außer braun, bitteschön.

Massenauflauf

Die Glanzmispel stinkt schon fast, so extrem riecht sie. Insekten lieben sie. Und ich liebe es, Insekten zu knippsen. Also besser wäre es, das Mausrad zu ölen, bevor das lustige scrollen beginnt… ^^

Scheinbock-Käfer

Echter Widderbock

Blau und Grün (Rosenkäfer)

Stolperkäfer

Holzbuntkäfer

Bienchen

Hummelhintern

Eichenbock

Kurzdeckenbock

Mit freundlichen Grüßen

Wohngemeinschaft und Bienenwabe

Der eigentliche Kracher ist ja, dass irgendwo zwischen Dachbalken, Wand und Vogelnest auch noch eine Hummel ihre Bude hingezimmert hat. Den Eingang konnte man bisher nicht lokalisieren, wenn ich es brummen höre, zwischen dem Lärm, den die Vögel veranstalten, ist sie schon verschwunden. Hummeln nehmen verlassene Nester, um darin zu bauen, wahrscheinlich war sie vor den Vögeln da und die haben sich wiederum nicht an ihr gestört. Hoffe, das bleibt so. Ich meine, da muss ja dann recht bald eine Horde Junghummeln ausschwärmen oder wie soll man sich das vorstellen? Wird das dann ein Schlaraffenland für die Vögel? Womöglich haben die Eltern das Hummelchen genau deshalb akzeptiert, in dem Wissen, demnächst einen hauseigenen Lieferservice zu besitzen? Oder ist die Hummel geblieben, weil ihr die Vogelmutter ordentlich Wärme zum brüten spendet; 33°C müssen schließlich erstmal erreicht werden. Last but not least, darf die Autorin überhaupt noch auf der Terrasse sitzen? Fragen über Fragen, ein Krimi könnte nicht spannender sein…

Da ich das hummelige Vogeltreiben leider nicht auf den Chip bannen kann, stellvertretend eine Bienenwabe, die ich dereinst beim spazieren gehen fand und mit der Taschenlampe spektakulär in Szene setzte.