Hausrotschwanz

Ich habe hohen Besuch.

Ein Hausrotschwanzpaar fand sich ein, um einmal wieder unter meinem Terrassendach seine Brut großzuziehen. Das erste Mal geschah so etwas 2014; im Juli flogen denn auch tatsächlich drei neue Vögelches von dannen. In 2015 kam es nur bis zum Gelege, eines Morgens fand ich die Reste von zwei Eiern auf dem Boden; es sah aus, als hätte ein Räuber sein Unwesen getrieben. Die nächsten Jahre fand sich kein neues Paar ein, ich dachte, das Nest würde jetzt einfach nach und nach vom Balken rieseln.

Weit gefehlt. Seit ungefähr einer Woche regt sich wieder etwas und das Nest sieht langsam wieder aus, wie eine vernünftige Heimstatt.

Leider ist die Ecke da oben wirklich ungünstig zum fotografieren, ich weiß also nicht, ob ich demnächst Bilder der Jungen zeigen kann, falls es überhaupt soweit kommt. Ich bitte also darum, fleißig die Daumen zu drücken. 🙂

Ranunkel Anemone, Rosenkäfer und Komposter

Eine meiner liebsten Blumen; dem Namen nach, die Schwester von Rapunzel. Schön ist auch: mit der Ranunkel lässt sich prima munkeln. Oder so. Auf jeden Fall freu ich mich wie Bolle, dass die im letzten Herbst gesetzten Knollen alle aufgegangen sind.
Keine Ahnung, welchen Traumbild ich da hinterhergejagt bin, bei untenstehender Blume handelt es sich jedenfalls um eine Anemone. Sorry…

Es regnet fast die ganze Zeit, ich kann kaum was im Garten machen. Einzig den Komposter hab ich ein bißchen abgeerntet, gewendet und mit dünnmaschigem Kaninchendraht abgedeckt. Es nahm irgendwie überhand, mit den Wühlmäusen.  Wenn an einem Abend drei von drei Katzen mit Beute nach Hause kommen ist es definitiv zuviel. ^^

Tut mir zwar ein bißchen leid, im Prinzip kann jeder an den Komposter, der Bedarf danach hat. Jedenfalls, beim aufräumen  fand ich neben einem formidablen Ameisenbau auch einige Larven des Rosenkäfers.

Bilder von den stolzen Eltern:

Zumindest denke ich, dass es sich um die Eltern handelt; 2017 hat die Glanzmispel das letzte Mal geblüht, ich finde in den nachfolgenden Jahren auch keine weiteren Käferbilder. Die Larven brauchen zwei bis drei Jahre, ehe sie zu Käfern werden, womöglich passt das also wirklich zusammen und die zwei hatten da gerade Hocheit.

Das Bild ist aus 2015; unter Umständen ist sie die Oma.

Ja, und was da so für ne Party abgeht, in der Kompostertonne, das ist schon famos. Ich lass das Ding normalerweise ganz in Ruhe, einmal im Jahr schaufel ich unten ein bißchen Erde raus und das wars. Jeden Tag kommt irgendwas drauf, Kaffee, rohe (Wichtig! Nie etwas gekochtes auf den Kompost werfen, sonst fühlen sich irgendwann die Ratten eingeladen.) Obst-, Gemüsereste, Pflanzteile, im Sommer der komplette Rasenschnitt, im Herbst eine dicke Schicht Laub und hin und wieder ein paar Äste. Man kann dabei zusehen, wie der Inhalt nach unten absackt, und was man dann da rausholen kann, riecht wie neugeborener Wald. Alles was drin wächst, wächst nicht, es explodiert.

Leider ist die rostige Blechtonne nicht mehr fotogen, seit ein gewisser Jemand (Name und Anschrift sind der Redaktion bekannt) die Rolle mit der robusten Außenwandfarbe blau an ihr gesäubert hat…